Lokreport

06.11.2007

10 Jahre Osttangente

Am Samstag, 10. November 2007, läßt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) einen historischen Sonderwagen auf dem Streckenabschnitt zwischen Max-Weber-Platz und Ostfriedhof verkehren. Der D-Wagen fährt um 10:08 Uhr am Max-Weber-Platz (Johannisplatz) los. Danach alle 40 Minuten bis um 15:28 Uhr. Am Ostfriedhof beginen die Fahrten um 10:34 Uhr und die letzte Fahrt ist um 15:54 Uhr.

Seit 10 Jahren fährt die weiß-blaue Münchner Trambahn wieder auf dem Streckenabschnitt zwischen Max-Weber-Platz und Ostfriedhof. Genau am 8. November 1997 wurde die „Osttangente' wieder in Betrieb genommen. Nachdem der Stadtrat im Jahr 1991 einstimmig beschlossen hatten, die von der Stillegung bedrohte Münchner Trambahn zu erhalten und auszubauen, folgte zuerst die Wiederinbetriebnahme der Tram 17 zwischen Hauptbahnhof und Amalienburgstraße und als zweiter Schritt die Verlängerung der Tram 25 von Grünwald zum Max-Weber-Platz. Erst in diesem Jahr, 2007, wurde mit der ersten Münchner Neubaulinie, der Tram 23 zwischen Münchner Freiheit und der Parkstadt Schwabing begonnen.

Die Strecke zwischen Max-Weber-Platz und Ostfriedhof wird von zwei Trambahnlinien befahren, der 15er und der 25er. So ergibt sich zu den Hauptverkehrszeiten ein fahrgastfreundlicher 5-Minuten-Takt. Beide Linien haben sehr gute Anschlüsse an die Schnellbahnen erhalten. Am Max-Weber-Platz hält die U4 und die U5. Am Rosenheimer Platz besteht Anschluß zu allen innerstädtischen S-Bahnlinien.

Herbe Kritik hagelte es während der Planung- und Bauzeit für die Osttangente. Der Bestattungsunternehmer Denk sah damals den Niedergang von Obergiesing voraus. Ein schreckliches Verkehrschaos wurde für den Max-Weber-Platz und die Tegernseer Landstraße vorausgesagt. Auch nach 10 Jahren hat sich nichts davon bewahrheitet, obwohl der motorisierte Verkehr insgesamt zugenommen hat. Eigentlich müßten nun alle Trambahngegner die Tatsachen zur Kenntnis nehmen - und auch bei vergleichbaren Projekten den Linienverkehr unterstützen: Ein gut funktionierendes Trambahnsystem wird von den Fahrgästen angenommen und führt dadurch zu weniger Autoverkehr.

Die Trambahn fuhr bis zum 21. April 1968 schon einmal auf diesem Streckenabschnitt. Es war der „Südring', der über den Goetheplatz zum Hauptbahnhof führte. Der Abschnitt Ostfriedhof - Rosenheimer Straße wurde bis zum 28. September 1901 gebaut und die Verbindung zur Wörthstraße bis zum 1. November 1906 fertiggestellt.

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