Lokreport

22.11.2007

Wien hat ein neues Werk für Straßenbahnen bekommen

Bombardier zieht ohne Produktionsunterbrechung in ein neues Wiener Werk um. Der Probebetrieb in Europas modernstem Werk zur Produktion von Straßen und Stadtbahnen hat begonnen.

Mit der erfolgreichen Umsiedlung eines ganzen Produktionsstandorts ohne Unterbrechung der Fertigung haben die rund 500 Wiener Mitarbeiter von Bombardier Transportation eine logistische Meisterleistung vollbracht. Die schrittweise Verlagerung bei laufendem Betrieb vom alten Werk in Wien-Floridsdorf an den neuen Standort in Wien-Donaustadt gelang innerhalb weniger Wochen. Ende Oktober hatte der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF), die Wirtschaftsagentur der Stadt Wien, das neue Werk nach fristgerechter Fertigstellung aller Arbeiten zum vereinbarten Zeitpunkt schlüsselfertig übergeben. Bereits Anfang November nahmen die Bombardier-Beschäftigten die Arbeit am neuen Standort auf. Kurz vor Weihnachten soll die erste Stadtbahn - eine Garnitur für die Wiener Linien (U6) - aus dem neuen Werk rollen. Spätestens Ende Februar wird dann der bis dahin laufende Probebetrieb beendet sein. Die offizielle Einweihung des neuen Bombardier-Werks wird im Rahmen eines Tags der offenen Tür am 14. März 2008 gefeiert.

Mit dem Umzug konnte der Weltmarkführer in der Schienenverkehrstechnik die Probleme mit veralteten Werksstrukturen sowie fehlenden Modernisierungs- und Erweiterungsmöglichkeiten am bisherigen Standort Floridsdorf hinter sich lassen. In Wien-Donaustadt entstand während der nur 14-monatigen Bauzeit Europas modernstes Werk zur Produktion von Straßen- und Stadtbahnen, das die hohen Anforderungen eines internationalen Industriebetriebes im Produktionsbereich voll erfüllt. Die künftige Jahresproduktionsleistung liegt bei ca. 70 Straßen- und Stadtbahnen. Am neuen Standort werden unter anderem Fahrzeuge für Wien (Badner-Bahn, U6-Niederflur), Linz, Innsbruck, Stockholm und Porto hergestellt.

Insgesamt wurden auf dem 37.500 Quadratmeter großen Grundstück des WWFF in der Hermann-Gebauer-Straße 20.000 Quadratmeter Produktions-, Büro- und Lagerflächen realisiert. Das Werk ist auf die Endfertigung und Auslieferung aller Arten von Straßen- und Stadtbahnen ausgerichtet und verfügt über einen eigenen Bahnanschluss mit An- und Abliefermöglichkeit. Zu den Neuerungen zählen auch ein 160 Meter langes Testgleis, eine Schiebebühnenanlage, Zwei-Komponenten-Lackieranlagen, Lackierboxen mit Befeuchtungseinrichtung, ein Zentrallager mit modernster Güterverwaltung sowie die Möglichkeit zur Fertigung über zwei Stockwerke. Außerdem vereint das neue Werk alle in Österreich vertretenen Bombardier-Divisionen an einem Standort.

Der WWFF zeichnete nicht nur für die Projektentwicklung und das Finanzierungsmodell verantwortlich, sondern trug auch wesentlich zur Projektorganisation bei. 'Die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Partnern verlief tadellos und wir fühlen uns am neuen Standort rundum wohl', zeigte sich Grego Peters, Acting President Light Rail Vehicles Division von Bombardier Transportation, zufrieden. „Auch unseren Mitarbeitern danke ich für ihr außergewöhnliches Engagement beim Umzug. Ich bin sicher, dass wir nach dem reibungslosen Anlauf unseres Probebetriebs künftig noch effektiver Straßen- und Stadtbahnen bauen können, die unsere Kunden begeistern'.

Karl Samstag, Landesverantwortlicher von Bombardier Transportation in Österreich, ergänzt: „Wir freuen uns, dass mit dem Verbleib von Bombardier in Wien rund 500 Industrie- Arbeitsplätze gesichert werden konnten. Der WWFF hat durch seine Flexibilität wesentlich zur raschen Umsetzung unseres Projektes beigetragen und die Behörden der Stadt Wien haben unsere Anliegen schnell bearbeitet. Wir bedanken uns bei beiden für diese großartige Unterstützung.'

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