Lokreport

28.02.2007

Reparatur der modernen U-Bahnzüge zieht sich bis ins nächste Jahr.

Zehn moderne U-Bahnzüge müssen repariert werden

Derzeit sind zehn der insgesamt 18 modernsten U-Bahnzüge aus dem Fundus der MVG wegen Mängeln an Radsatzwellen stillgelegt (wir berichteten). Damit dass die Reparatur etwas länger dauern würde, weil der Stahlmarkt momentan ausverkauft ist, hatte man schon gerechnet. Dass die Reparatur sich voraussichtlich bis ins nächste Jahr hineinziehen würde, ist allerdings neu. Der Aussage von MVG-Chef Herbert König zufolge könne zwar trotz des weitgehend ausverkauften internationalen Stahlmarkts im April mit dem fälligen Austausch der Achsen begonnen werden, die Industrie könne aber lediglich einen Zug pro Monat umrüsten. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts soll nun klären, was in der Zwischenzeit mit den in Fröttmaning abgestellten Wagen passiert. Zwei Möglichkeiten gibt es: Die Wiederinbetriebnahme auf den alten Achsen oder monatelanger Ausfall.

In den nächsten Tagen soll das Ergebnis der Studie fest stehen. Geklärt werden soll vor allem, ob aktuell ein Sicherheitsrisiko besteht. Da die Mängel bei einer Dauerbelastungssimulation auffielen, seien Achsschäden möglicherweise erst in vielen Jahren zu erwarten. In diesem Fall könnten die modernen U-Bahnzüge erst einmal weiter genutzt werden, so König. Dies wäre König sehr recht, denn er sähe die fast neuen, von ICE-Designer Alexander Neumeister gestalteten Züge gerne wieder im Fahrgastbetrieb. Die Reparatur würde man freilich trotzdem vornehmen. Man gehe auf gar keinen Fall ein Risiko ein.

Sollte das Institut von einem Wiederbetrieb abraten, so muss die MVG mit den übrig gebliebenen Wägen aus dem Fuhrpark zurecht kommen. Bis dato gab es dies bezüglich allerdings noch keine größeren Probleme. Wegen der Großereignisse im vergangenen Jahr hatte man ältere Züge glücklicherweise noch nicht ausgemustert. Nun kommt es der MVG zu Gute, da ihr momentan mehr Fahrzeuge zur Verfügung stehen als sie für den Alltagsbetrieb bräuchte.

Die Reparatur der acht modernen C-Züge werden Angaben der MVG zu Folge von den Herstellerfirmen bezahlt. Über einen weitergehenden Schadenersatz wurde noch nicht entschieden.

Acht der insgesamt 18 C-Züge der MVG stammen übrigens aus einer späteren Baureihe, bei der besserer Stahl verwendet wurde. Sie sind momentan weiterhin im Münchner U-Bahnnetz unterwegs.

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