Lokreport

28.02.2007

Batteriebetriebene Trambahn in Florenz

Florenz gibt 500 Millionen Euro für den Bau einer batteriebetriebenen Trambahn aus.

Im Zentrum von Florenz wird eine neue Trambahn gebaut. Dies geschieht trotz heftiger Proteste von Kulturbeauftragen und Kirchenvertretern. Nach Angaben italienischer Medien kam das Kulturministerium bei seiner Entscheidung allerdings den Einwänden der Kritiker entgegen. Diese hatten sich daran gestört, dass die Bahn über eine Strecke von 90 Metern ganz in der Nähe des berühmten Domplatzes entlang fahren würde. Statt über Stromleitungen werde die Trambahn nun in der Nähe des Doms auf 300 Metern Länge über eine Batterie betrieben, entschied das Ministerium. Auf diese Weise werde die Ästhetik des Platzes nicht durch Pfähle und Leitungen beeinträchtigt, so das Kultusministerium. Ebenfalls befürchtet hatten die Kritiker, dass die neue Bahn durch heftige Vibrationen Schäden an dem weltberühmten Gotteshaus auslösen könnte. Daraufhin betonten die Städteplaner, die elektrisch betriebene Trambahn sei wesentlich sauberer und ruhiger als die zahlreichen Busse, die bisher durch Florenz führen. Insgesamt 500 Millionen Euro soll das Projekt für drei neue Linien Angaben der Nachrichtenagentur Ansa zufolge kosten.

Momentan fahren noch 15 Buslinien sowie unzählige Autos und Motorroller in geringer Entfernung der im 12. Jahrhundert entstandenen achteckigen Taufkapelle 'Battistero San Giovanni' vorbei. Da die ganze Gegend zur Fußgängerzone wird, wird es diese nach dem Bau der Trambahnlinien nicht mehr geben, so die Bauherren.

Vielleicht könnte diese Neuigkeit ja bei der Realisierung der angedachten, batteriebetriebenen Trambahn durch den Englischen Garten helfen. Existiert ein vergleichbares Projekt im Ausland, so sieht die Sachlage in Deutschland bekanntlich meistens gleich ganz anders aus.

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