Lokreport

23.09.2008

Fahrgäste begutachten Münchner Variobahn in Berlin

Auf der internationalen Verkehrstechnikmesse 'innotrans' in Berlin wurde die neue Münchner Trambahn erstmals einem breiten Publikum vorgestellt. Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste, und Martin Marino, Vorstand der Aktion Mobil e.V., konnten sich einen ersten Eindruck von dem neuen Fahrzeug für München verschaffen.


Bild: Aktion Münchner Fahrgäste

'Wir freuen uns auf die neuen Züge, denn Sie werden das Platzangebot für die Münchner Fahrgäste erheblich erweitern', meinte Nagel. Die Bahn bietet Platz für 221 Fahrgäste. 75 können einen Sitzplatz vorfinden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 70 km/h. Und eine Leistung von 8 x 45 kW ist installiert.

Die Gestaltung der Bahn entspricht dem gewohnten Münchner Standard, wobei etliche Details verbessert wurden. So sind zwar weiterhin Holzsitze vorhanden, allerdings ist die Sitzfläche gepolstert. Auch an sehbehinderte Fahrgäste wurde gedacht, sie können gelbe Haltegriffe leichter erkennen. Bildschirme zeigen im Inneren die nächsten Haltestellen an.


Bild: Aktion Münchner Fahrgäste

Martin Marino meint: 'Endlich kann die Diskussion um die Holzsitze abgeschossen werden. Die Sitze sind besser ausgeformt und es muß nicht auf das Holzdesign verzichtet werden. Erst der Fahrgastbetrieb kann endgültigen Aufschluß über die Eigenschaften dieses Fahrzeuges geben. Aber es sind wesentliche Verbesserungen zu den derzeitigen Fahrzeugen erkennbar.' Es gibt es ein geräumiges Abteil für Kinderwagen und auch die Klappsitze gehören der Vergangenheit an.

Das erste Fahrzeug soll noch im Dezember nach München kommen. Im Frühjahr sollen die Zulassungsfahrten abgeschlossen sein und das Fahrzeug in den Linienbetrieb gehen. Annegret Schulz, Projektleiterin vom Fahrzeughersteller Stadler, ist sehr zuversichtlich, die Termine einhalten zu können.


Bild: Aktion Münchner Fahrgäste

'Innen bietet die Variobahn viel Platz, wenn auch manche Sitze für kleine Fahrgäste besonders geeignet sind. Außen allerdings müssen wir wieder mit dem Lila-Kuh-Design leben. Jetzt sogar ohne den Ude-Streifen. Aber München braucht dringend zusätzliche Fahrzeuge, um dem Fahrgastaufkommen gerecht zu werden,' meint Nagel abschließend.

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