Lokreport

15.07.2009

S-Bahn wird bald richtig sprechen können

Die Entscheidung ist gefallen! In einem spannenden Auswahlverfahren überzeugten Regina Wallner und Graham Baxter die zehnköpfige Jury. Sie wurden zur „Münchner S-Bahnstimme' für die deutschen beziehungsweise englischen Ansagetexte in den S-Bahnen ausgewählt. Damit geht ein langehegter Wunsch der Fahrgäste in Erfüllung.

S-Bahn-Chef Bernhard Weisser war von den vielen qualifizierten Bewerbungen überwältigt. 'Besonders freuen wir uns über die dabei gezeigte Identifikation mit der S-Bahn München. Hierfür mein Dank an alle Bewerber', meinte er. Und auch Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste ist begeistert. Der Fahrgastverband hat sich seit vielen Jahren auf allen ebenen für eine oberbayerische Sprachärbung eingesetzt. Als Sprecher des MVV-Fahrgastbeirates war Martin Marino, Vorstand der Aktion Mobil e.V., an der Auswahl beteiligt. Er ist voll des Lobes über die getroffene Entscheidung.

Die dreißigjährige Regina Wallner wird ab 14. Dezember in den S-Bahnen die deutschen Ansagetexte sprechen. Sie wurde in Prien geboren und ist dort auch aufgewachsen. Heute lebt sie Mitten in München. Seit elf Jahren arbeitet Regina Wallner beim Bayerischen Rundfunk. Zu hören ist sie als Verkehrsredakteurin auf Bayern 1 und auf Bayern 3. In ihrer Freizeit kümmert sich Regina Wallner um die Brauchtums- und Heimatpflege. Sie ist im Trachtenverein aktiv und genießt im Sommer schöne Stunden im Biergarten. „Die Idee der S-Bahn München, den Ansagen in den Zügen eine oberbayerische Tonfärbung zu geben, fand ich interessant und spannend, darum habe ich mich beworben. Ich finde, dass eine Stimme gerade durch den Dialekt eine persönliche Note bekommt', erklärt Regina Wallner.

Die Ansagen in englischer Sprache wird zukünftig der gebürtige Brite Graham Baxter sprechen. Er wurde 1951 geboren, wuchs in der Nähe von Oxford auf, ging dort zur Schule und machte einen Abschluss als Bachelor in Fremd-sprachen. Seit April 1984 lebt Graham Baxter in Bayern und ist derzeit bei einer Bank als Relationship Manager für die Kundenbeziehungen ins europäische Ausland zuständig. In der Freizeit stehen bei ihm Musik, Theater und Kino sowie Lesen, Reisen, Golf und Skifahren auf dem Programm. Graham Baxter begründet seine Bewerbung folgendermaßen: „Ich fahre fast täglich mit der S-Bahn. Darum möchte ich mit meiner Stimme einen eigenen Beitrag zum fremdenverkehrsfreundlichen Erscheinungsbild von München und seiner
S-Bahn leisten.'

Insgesamt folgten rund 220 Kandidaten dem Bewerbungsaufruf. Darunter waren neben bekannten Hörfunkmoderatoren und Schauspielern auch S-Bahnfahrgäste und Pendler. Die Jury setzte sich u. a. zusammen aus Vertretern der S-Bahn-Geschäftsleitung, des MVV-Fahrgastbeirates, des Schwerhörigenverbandes, der Gesellschaft für Sprachtechnologien, jeweils einem englischsprachigem Komponisten/Übersetzer und Lokführer sowie einem S- Bahnfahrgast.

'Die Fahrgäste identifizieren sich mit 'ihrem' Verkehrsmittel und die Touristen kommen ja gerade nach Bayern um das weltoffene bayerische Brauchtum zu erleben. Jetzt muß nur noch am Farbkonzept gearbeitet werden, damit die bayerischen Landesfarben Weiß und Blau auch noch sichtbar werden', meint Andreas Nagel

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