Lokreport

02.09.2009

S-Bahn fährt im Herbst mit Einschränkungen

Am Dienstag, 15. September 2009, beginnt bei der S-Bahn München der Herbst. Ab diesem Tag dürfen die S-Bahnzüge statt 140 nur noch 125 km/h schnell fahren. Auf besonders gefährdeten Strecken sogar nur 100. Bernhard Weisser, Geschäftsleiter der S-Bahn München, will aber alle Kunden gründlich informieren und das Problem durch den Einbau von zusätzlichen Besandungsanlagen aus der Welt schaffen.

Durch die Verringerung der Höchstgeschwindigkeit verlängern sich die Fahrzeiten und das feingesponnene Fahrplangefüge kommt aus dem Takt. Um Platz im Stammstreckentunnel zu schaffen wird die S7 in der Hauptverkehrszeit wieder gekürzt und fährt von wolfratshausen nur bis zum Hauptbahnhof, ohne Halt an der Hackerbrücke. Auch Verstärkerzüge für den 10-Minuten-Takt entfallen.

Zwar fällt nur 1 Prozent der Züge aus, aber für etliche Fahrgäste wird dies wieder sehr ärgerlich sein. Deshalb fordert die Aktion Münchner Fahrgäste verstärkte Anstrengungen beim Ausbau der Infrastruktur für die S-Bahn. Zusätzliche Weichen und Signale müssen schon kurzfristig für eine Verbesserung der Situation führen. Für die langfristige Verbesserung muß ein politischer Konsens gefunden werden.

'Es ist bedauerlich, daß es auch in diesem Herbst noch einmal Einschränkungen gibt', meint Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. 'Aber wenigstens scheint jetzt wirklich Bewegung in die Ertüchtigung der Züge gekommen zu sein. Wir haben auch Verständnis dafür, daß für das Eisenbahnbundesamt, die Aufsichtsbehörde, die Sicherheit der Fahrgäste an erster Stelle steht. Da darf es auch keine Kompromisse geben.'

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