Lokreport

24.09.2009

Polizisten schnappen Täter auf dem Weg zum Dienst

Durch Kommisar 'Zufall', zwei Polizisten und einen Lokführer konnte ein Handtaschenräuber gefasst werden.

Am Dienstag, 22. September 2009, gegen 04;15 Uhr, befand sich eine 20-jährige Auszubildende aus München auf dem Weg zur Arbeit. Sie ging über den Marienplatz zum Isartor und wollte an einer Tankstelle Zigaretten kaufen. Dabei wurde sie von einem unbekannten Jugendlichen angesprochen und in ein Gespräch verwickelt. Zu zweit gingen sie wieder Richtung Stachus. Doch auf dem Isartorplatz kippte die Stimmung plötzlich und der Jugendliche packte die Frau an den Haaren. Er hielt ihr den Mund zu, zerrte sie in den Eingangsbereich der Passage. Im Gebäude zog der Jugendliche die sich immer heftiger Wehrende über eine Treppe bis zu einer verschlossenen Bürotür. Hier ließ er von ihr ab und flüchtete nicht ohne ihre Handtasche an sich zu nehmen, in unbekannte Richtung. Durch den Angriff erlitt die Frau leichte Verletzungen, zudem wurden ihr büschelweise Haare ausgerissen. Etwa eine Stunde später wurde unabhängig von dem Vorfall ein Jugendlicher in der S 4 in Richtung Mammendorf von einem Beamten der Münchner Polizei angesprochen, weil er im Abteil geraucht hatte. Auf Aufforderung machte der Jugendliche zuzunächst seine Zigarette aus, wurde danach jedoch immerzu aggressiver und fing an, den Beamten anzuschreien. Obwohl sich der Mann dem Randalierer gegenüber als Polizeibeamter ausgewiesen hatte, wurde er geschubst und mit der linken Hand ins Gesicht geschlagen. Auf diese Situation aufmerksam geworden, kam dem Polizisten ein zufällig in der Nähe befindlicher informierter Lokführer zu Hilfe. Am Ostbahnhof gelang es den beiden, den Jugendlichen aus der S-Bahn zu drängen und mit der Unterstützung eines weiteren zufällig anwesenden Polizisten am Boden zu fixieren. Unmittelbar danach traf auch die verständigte Bundespolizei ein. Der Jugendliche wehrte sich gegen die Festhaltung und versuchte die Umstehenden mit den Füßen zu treten. Auch beim Transport zur Dienststelle wehrte er sich massiv. Dabei verpasste er einem Beamten der Bundespolizei eine Kopfnuss. Dieser hatte durch seine schnell Reaktion Glück im Unglück. Er konnte gerade noch seinen Kopf zurückziehen und wurde nur leicht verletzt. Letztendlich musste der Randalierer zur Dienststelle getragen werden. Dort angekommen, fanden die eingesetzten Beamten bei einer Durchsuchung des Jugendlichen Teile der Tatbeute des Handtaschenraubs vom Isartorplatz. Daraufhin wurde der Jugendliche in die Haftanstalt ins Polizeipräsidium München eingeliefert, wo er heute zu den Tatvorwürfen vernommen wird. Anschließend wird er zur Klärung der Haftfrage vor dem Ermittlungsrichter geführt. Die beiden Polizisten, die in der S-Bahn tätig geworden sind, waren in ziviler Kleidung auf dem Weg zu ihren Dienststellen. Der Tatverdächtige muss sich neben des Vorwurfs des Handtaschenraubes, wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung verantworten.

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