Lokreport

09.11.2009

Schwere Störungen im Netz der Bahn

Eine Störung im Elektronischen Stellwerk (ESTW) für die S-Bahnstammstrecke in München sowie Bauarbeiten zwischen Olching und Haspelmoor sorgten im Berufsverkehr am Montagmorgen, 9. November 2009, zu erheblichen Behinderungen im Zugverkehr. Die Deutsche Bahn bedauert die Einschränkungen und entschuldigt sich hierfür ausdrücklich bei ihren Fahrgästen.

Gegen 6:00 Uhr kam es zu einem Rechnerausfall des ESTW Stammstrecke, das den S-Bahnverkehr zwischen München-Pasing und Ostbahnhof steuert. Betroffen war die so genannte Zugnummernmeldeanlage. Sie bildet die Grundlage für die Zuglenkung auf der stark befahrenen S-Bahnstammstrecke. Jede S-Bahn erhält eine eigene Zugnummer. Anhand dieser Zugnummer wird im Stellwerk automatisch die Fahrstraße (Weichen und Signale) für die jeweilige S-Bahn eingestellt. Durch den Ausfall konnten die S-Bahnen nur noch eingeschränkt fahren. Die S-Bahnen der Linien S 4 und S 8 konnten durchgehend verkehren. Die S 1 aus Richtung Freising/Flughafen, die Linie S 2 aus Richtung Petershausen, die Linie S 6 aus Richtung Tutzing und die S 7 aus Wolfratshausen endeten am Hauptbahnhof. Die S 5 aus Richtung Herrsching endete in München-Pasing. Im Osten endeten die Linien S 2 aus Erding und die S 5 aus Holzkirchen am Ostbahnhof. Die S 6 aus Richtung Kreuzstraße endete in Giesing mit U-Bahnanschluss in Richtung Innenstadt.

Gegen 7:35 Uhr war die Störung behoben und die S-Bahnlinien konnten nacheinander wieder durchgehend auf der Stammstrecke verkehren, Lediglich die Linien S 1 und S 7 endeten zur Entlastung der Stammstrecke noch bis in die späten Vormittagsstunden am Hauptbahnhof.

Bedauerlicherweise kam es außerdem im Verlauf der aufwändigen Arbeiten für den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke München-Augsburg zu Verzögerungen. Dort wurden am vergangenen Wochenende die neuen Hochgeschwindigkeitsgleise an das Bahnnetz angeschlossen. In diesem Zusammenhang wurde auch eine neue Software für die Leit- und Sicherungs-technik eingespielt und die Oberleitung angepasst werden. Die Arbeiten wurden insgesamt fristgerecht beendet, lediglich die Feinjustierung der Oberleitung gestaltete sich aufwändiger als geplant, so dass der Zugverkehr zwischen Augsburg und München nicht wie geplant am Montagmorgen zu Betriebsbeginn aufgenommen werden konnte. Der Regionalverkehr wurde zwischen Mering und Mammendorf, soweit verfügbar, durch Busse ersetzt. Der Fernverkehr wurde über Geltendorf beziehungsweise Ingolstadt umgeleitet. Seit 8:00 Uhr steht ein Gleis zur Verfügung. Nach derzeitigen Prognosen wird sich voraussichtlich am Nachmittag der Zugverkehr wieder normalisieren.

Aktuelle Termine

27.06.2019(Do)
Mit Herz und Verstand handeln. Notfall? Du hilfst - ich auch!

19.07.2019(Fr)
Mit Herz und Verstand handeln. Notfall? Du hilfst - ich auch!

10.08.2019(Sa)
Mit Herz und Verstand handeln. Notfall? Du hilfst - ich auch!

Mehr...

Aktuelle Information für die Medien

Smartphone-Ladenstellen in Dieselbussen erhöhen Spritverbrauch

MVG braucht kurzfristig weitere Betriebshöfe

Bahn-Infrastruktur muss zuverlässig sein

Mehr...