Lokreport

05.02.2010

Oberbürgermeister Christian Ude besucht die S-Bahn München

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude war zu Besuch bei der S-Bahn München. S-Bahn-Geschäftsleiter Bernhard Weisser hatte das Münchner Stadtoberhaupt zu einem Blick hinter die Kulissen eingeladen.


Bild: Presseamt München

Nach einer kurzen theoretischen Einführung über die Organisation und die betrieblichen Abläufe des S-Bahnverkehrs stand die Besichtigung der S-Bahn-Transportleitung und des Ansagerzentrums in der Betriebszentrale an der Donnersbergerbrücke auf dem Besuchsprogramm. Oberbürgermeister Christian Ude konnte den Mitarbeitern beim Disponieren von S-Bahnen, Fahrzeugen und Personal über die Schultern blicken und erhielt dabei einen praktischen Einblick in die Komplexität des Münchner S-Bahnsystems und die Vielfalt der Aufgaben der Disponenten.

Zurück ins Rathaus ging es abschließend bei einer Mitfahrt auf dem Führerstand einer S-Bahn von der Donnersbergerbrücke bis zur Haltestelle Marienplatz.

Oberbürgermeister Christian Ude: 'Das S-Bahn-System ist das Rückgrat des Nahverkehrs in der Region München. Sein Ausbau ist längst überfällig und die wichtigste verkehrspolitische Zukunftsfrage für München. Deshalb bin ich mir mit der gesamten bayerischen Staatsregierung einig, dass am 2. S-Bahn-Tunnel nach allen verfügbaren Erkenntnissen und vorliegenden Gutachten kein Weg vorbei führt. Jetzt kommt es darauf an, keine weitere Zeit zu verlieren, damit er bis zu den Olympischen Spielen 2018 fertig gestellt werden kann.'

Bernhard Weisser: 'Die Entwicklung der Stadt und der S-Bahn München sind eng miteinander verwoben. Deshalb freue ich mich besonders, dass sich Oberbürgermeister Ude die Zeit für einen Besuch bei uns genommen hat. Wir stehen in einem konstruktiven Austausch, um gemeinsam das Münchner S-Bahnsystem, das täglich von rund 800.000 Menschen genutzt wird, für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen.'

Den Besuch des Oberbürgermeisters nahmen die Fahrgäste mit Freude zur Kenntnis. Denn es gab ja Zeiten, wo zwischen der prächtigen U-de-Bahn und der wenig zuverlässigen S-toiber-Bahn (heute S-eehofer-Bahn) unterschieden wurde. Aber der Münchner Oberbürgermeister hat als Vorsitzender der MVV-Gesellschafterversammlung eine Verantwortung für das Gesamtsystem. Und dies funktioniert am besten, wenn alle Beteiligten an einem Strang und in einer Richtung ziehen. Gerade hat man in München zur Kenntnis nehmen müssen, daß die Umweltbelastung insbesondere durch den Automobilverkehr die zulässigen Grenzwerte überschreitet. Für die aktion Münchner Fahrgäste ist es daher zwingend, daß alle Verkehrsmittel zügig ausgebaut, vor allem aber auch zuverlässiger gemacht werden.

Der Oberbürgermeister kann natürlich auch von der S-Bahn lernen: Die Stationen werden mit richtiger Betonung angesagt, leicht bairisch angefärbt und der Nachtverkehr wurde immer mehr ausgebaut. Bei der S-Bahn gab es keine so schmerzlichen Kürzungen wie bei der U-Bahn im Nachtverkehr.

'Wir wünschen uns mehr Gemeinsamkeiten beim Ausbau der Linienverkehrsmittel auch bei den politisch Verantwortlichen. Es darf keinen parteipolitischen Zank um die Trambahnlinie durch den Englischen Garten geben - und auch beim S-Bahn-Südring wäre ja ein Kompromiß denkbar', sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste

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