Lokreport

09.03.2010

Nach Ehestreit beinahe von der S-Bahn erfaßt

Ein in München lebender 24-jähriger US-amerikanischer Staatsbürger hätte einen handfesten Ehestreit am frühen Sonntagmorgen, 7. März 2010, beinahe mit dem Leben bezahlt. Nachdem er seinen 46-jährigen deutschen Lebenspartner am S-Bahnsteig Hauptbahnhof München aus bisher nicht bekannten Gründen von hinten niederschlug und vor den herbeigerufenen Bundespolizisten in den S-Bahntunnel flüchtete, stoppten die Polizeibeamten einen herannahenden S-Bahnzug gerade noch rechtzeitig und verhinderten Schlimmeres. Davon unbeeindruckt leistete der Mann bei seiner Festnahme massiven Widerstand.


Bild: Aktion Münchner Fahrgäste

Die Bundespolizeiinspektion München wurde am Sonntagmorgen gegen 01:02 Uhr zu einer Schlägerei auf dem S-Bahnsteig des Hbf München gerufen. Die eintreffenden Beamten stellten eine scheinbar bewusstlose Person fest und leisteten unverzüglich erste Hilfe. Die Heilung setzte auch sofort ein. Plötzlich sprang der eben noch Hiflsbedürftige auf, riss sich los und flüchtete in den S-Bahntunnel in Richtung Karlsplatz. Wie sich später herausstellte handelte es sich dabei um einen 24-jährigen US-Amerikaner, der zuvor seinen 46-jährigen deutschen Ehemann, nach dessen Aussage, grundlos niedergeschlagen hatte.

Die Beamten veranlassten unverzüglich eine Gleissperrung und nahmen die Verfolgung auf. Etwa 100 Meter im Tunnelinneren legte sich der Beschuldigte unvermittelt auf das Gleis und verweilte dort regungslos. Mittlerweile setzte, noch bevor die Gleissperrungsmaßnahmen zum Tragen kamen, am Haltepunkt Karlsplatz eine S-Bahn ihre Weiterfahrt in Richtung Hauptbahnhof fort.

Die Beamten erkannten die drohende Gefahr und machten den Triebfahrzeugführer der S-Bahn geistesgegenwärtig mittels Taschenlampe und Handsignalen auf die Situation aufmerksam. Der Bahnangestellte reagierte vorbildlich und brachte den Zug drei Meter vor dem Beschuldigten zum stehen.

Bei der Festnahme zeigte sich der Delinquent seinen Lebensrettern nur wenig dankbar. Durch gezielte Tritte, Schläge und Beleidigungen versuchte er sich den polizeilichen Maßnahmen zu widersetzen.

Nur unter äußerster Kraftanstrengung gelang es den vier Beamten den Mann unter Kontrolle zu bringen. Ihn erwarten nun Strafanzeigen wegen Beleidigung, Körperverletzung, Widerstands gegen Vollzugsbeamte und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

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