Lokreport

04.04.2007

Bayerische Verkehrspolitik verdient Lob

Der Freistaat Bayern schreibt gemeinsam mit Baden-Württemberg das Schienennetz im Raum Regensburg und auf der Donautalbahn aus.

Während in anderen Bundesländern Strecken stillgelegt und das Angebot ausgedünnt wird, verdient der Ausbau des Linienverkehrs auf der Schiene in Bayern ein uneingeschränktes Lob der Aktion Münchner Fahrgäste. Die Fahrgastinitiative hebt hervor, dass in der Vergangenheit bereits viel getan wurde. Als Beispiel gilt die teilweise Einführung des 10-Minuten-Taktes bei der Münchner S-Bahn. Aber auch die Zukunftsplanungen sehen eine Steigerung der Verkehrsleistungen bei der Eisenbahn vor. Jüngstes Beispiel ist der Start für die Ausschreibung des elektrischen Netzes im Raum Regensburg und auf der bayerischen Donautalbahn. Dort sollen zur Qualitätssteigerung klimatisierte Elektrozüge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h zum Einsatz kommen.

'Ein gesunder Wettbewerb bringt für den Steuerzahler und für den Fahrgast die besten Ergebnisse. Die neuen Angebote von der Bayerischen Oberlandbahn, der Regentalbahn und auch der Deutschen Bahn haben zu deutlichen Verbesserungen auf Bayerns Schienen geführt.' meint Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste.

Insgesamt soll ein Leistungsvolumen von rund 5,5 Millionen Zugkilometern pro Jahr vergeben werden. Davon sind rund 0,45 Millionen Zugkilometer als optionale Leistungen ausgeschrieben. Rund 10.000 Zugkilometer pro Jahr entfallen auf das benachbarte Baden-Württemberg.

Gegenstand der Ausschreibung ist ein hochwertiger Regionalverkehr im Zulauf auf das Oberzentrum Regensburg und entlang der bayerischen Donautalbahn zwischen Ulm, Ingolstadt und Plattling. Die Züge sollen in der Regel mindestens im Stundentakt, im Einzugsbereich von Regensburg in der Hauptverkehrszeit sogar im 30-Minuten-Rhythmus verkehren. Im Einzugsbereich von Regensburg wird der attraktive Stundentakt künftig auch abends und am Wochenende gelten. Auf der Donautalbahn wird es zusätzliche Züge in den Abendstunden geben mit guten Anschlüssen zu den ICE in Ingolstadt.

Als Option wird ein zusätzlicher Schnellverkehr auf der Donautalbahn mit bis zu 60 Minuten kürzerer Fahrzeit zur besseren Verbindung der anliegenden Großstädte Regensburg, Ingolstadt, Ulm und der sechs Kreisstädte Neu-Ulm, Günzburg, Dillingen, Donauwörth, Neuburg/Donau und Kelheim angefragt. Die bewährten Verbindungen für Radler von Ulm und Nürnberg nach Passau bleiben erhalten.

Die Betriebsaufnahme erfolgt in zwei Stufen: Ende 2010 auf den Linien Neumarkt - Regensburg - Plattling und Landshut - Regensburg - Ingolstadt, Ende 2011 auf der Strecke Ulm - Donauwörth - Ingolstadt. Die Vertragslaufzeit endet einheitlich Ende 2022.

Das Vergabeverfahren führt für den Freistaat die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) gemeinsam mit dem für den baden-württembergischen Teil zuständigen Aufgabenträger, dem Innenministerium Baden-Württemberg, durch.



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