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Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 15.07.2010 (43/2010)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Martin Marino, 0151 4 1919252, Stefan Hofmeir, 089 48951049, presse@fahrgaeste.de

Fortsetzung von Pleiten, Pech und Pannen

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 15.07.2010 (43/2010)


Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de


Jetzt müssen die neuesten Trambahnfahrzeuge von München aus dem Fahrgastbetrieb genommen werden, weil wichtige technische Unterlagen fehlen, die für die Zulassung notwendig sind. Damit wird ein weiteres Kapitel der Serie von Pleiten, Pech und Pannen von der Münchner Verkehrsgesellschaft geschrieben. Die Fahrzeuge vom Typ 'S' wurden am 19. März 2009 in München vorgestellt. Seither konnte man sehen, daß sie abgeschleppt wurden oder wenigstens noch aus eigener Kraft den Betriebshof erreichen konnten wenn sie vorzeitig aus dem Einsatz genommen werden mußten. Dabei wird man natürlich auch an das Drama mit den neuen U-Bahnzügen erinnert, die auch mit wesentlicher Verspätung geliefert wurden und trotzdem noch schwere technische Mängel aufwiesen.

Die Zulassung von Schienenfahrzeugen ist kein Hexenwerk und man ist auch nicht böswilligen Gutachtern oder verständnislosen Beamten der Aufsichtsbehörden ausgeliefert. Ganz im Gegenteil. Die Mitarbeiter der technischen Aufsichtsbehörde tun ihre Pflicht im Interesse der Fahrgäste. Zum Glück gibt es dort noch eigenen Sachverstand, der die komplizierte Technik bewerten kann.

Vielleicht muß man den Blick einfach einmal über die Stadtgrenze von der Landeshauptstadt München heben. So fahren beispielsweise in Augsburg neue Trambahnzüge, die nach unserer Kenntnis über eine endgültige Zulassung verfügen. Auch von den neuen Berliner Straßenbahnen hat man nichts negatives gehört.

'Wir erwarten, daß die Herstellerfirma jetzt alles tut, um schnell die Zulassung für die Trambahnzüge zu erreichen und die Fahrzeuge in einen Zustand versetzt, der einen zuverlässigen Betrieb ermöglicht', meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. 'Vielleicht sollte man sich nicht so viele Gedanken um die Farbgebung machen und mehr auf die inneren Werte des Materials achten.'

Die Zahl der Trambahnzüge ist in München zu knapp bemessen. Wichtige Verbesserungen, wie der dichtere Takt auf der Linie 27 sind nicht möglich. Wären nicht auch noch Bauarbeiten im Gleisnetz erforderlich, so müßten Fahrten ausfallen oder durch Busse ersetzt werden. Dabei muß wieder einmal daran erinnert werden, daß die Fahrgäste mit ihrem nicht zu knappen Fahrgeld auch für die Zuverlässigkeit des Systems bezahlen.

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