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Wegen Wagenmangel droht Verzögerung der Inbetriebnahme der Trambahn nach St. Emmeram
Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 01.02.2011 (05/2011)
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Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de
Die Münchner Stadtwerke informierten den Verkehrsausschuß des örtlich zuständigen Bezirksausschusses 13 (Bogenhausen) der Landeshauptstadt München am Dienstag, 1. Februar 2011, ausführlich über den Stand des Trambahnbaus nach St. Emmeram. Gunnar Heipp und Anton Gotz standen den Bürgervertretern für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Heipp hatte zuerst die gute Nachricht, daß das Gesamtprojekt bisher im Kostenrahmen liegt. 70 Prozent der notwendigen Gleise sind schon verlegt. Aber für das Jahr 2011 stehen noch viele Aufgaben an. So muß noch die moderne und besonders ansprechende Fahrleitung verlegt werden. Aber auch gründliche Inbetriebnahme- und Abnahmearbeiten sind erforderlich. Es wird damit gerechnet, daß die Trambahnstrecke im September fertiggestellt und für den Linienverkehr befahrbar ist. Allerdings wurde die Befürchtung bekannt, daß für die Inbetriebnahme nicht genügend Trambahnzüge bereitstehen. Derzeit sind die vier neuesten Münchner Trambahnzüge und zwei modernisierte Züge nicht einsatzfähig, da die erforderlichen Genehmigungen von der zuständigen Aufsichtsbehörde nicht vorliegen. Auch die geplanten Änderungen im Trambahnliniennetz wurden als Argument für eine Inbetriebnahme zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 genannt. Ursprünglich war die neue Trambahn nach St. Emmeram für das Frühjahr 2011 versprochen worden.
Alle Mitglieder des Verkehrsausschusses waren der Meinung, daß es eine gute Lösung ist, diejenige Trambahnlinie die vom Max-Weber-Platz kommt als Hauptlinie nach St. Emmeram zu führen. Einmütig wurde gefordert, daß die neue Trambahnlinie so früh wie möglich für die Fahrgäste zur Verfügung stehen soll. Roland Krack, BA-Mitglied und Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste, forderte, daß die Linie 16, die am Sendlinger Tor wendet, so bald der Bau abgeschlossen ist die Aufgaben der Linie 18 auf dem Abschnitt bis zum Effnerplatz übernimmt und dann weiter nach St. Emmeram fährt. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Martin Tscheu, will sich dafür einsetzen, daß alle neuen Trambahnzüge umgehend zugelassen werden und dann den Münchner Bürgern zur Verfügung stehen.
'Die Stadtwerke München müssen schnellstens alle erforderlichen Unterlagen der Aufsichtsbehörde zur Verfügung stellen', ergänzt Andreas Nagel, der auch Mitglied dieses Bezirksausschusses ist. 'Dann muß aber auch mit der erforderlichen Sorgfalt eine schnelle Zulassung erfolgen. Notfalls können ja zusätzliche Auflagen erlassen werden.'
Aus Sicht der Fahrgäste ist es wirklich unverständlich, daß Züge, die viele Millionen Euros gekostet haben, so lange nutzlos auf dem Betriebshof herumstehen. Es drängt sich der Eindruck auf, daß hier nicht vertrauensvoll zusammengearbeitet wird.
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