Lokreport

Trauer um Andreas Nagel

Die Aktion Münchner Fahrgäste trauert um ihren Sprecher und Gründer Andreas Nagel, der am 13. Januar 2017 völlig unerwartet verstorben ist.

Aktuelles

Nach 15 Jahren endlich Bahnsteigtüren-Test bei der Münchner U-Bahn

02.08.2019 - Die MVG hat am Freitag ein großes Digitalisierungsprojekt für die Münchner U-Bahn angekündigt. Eine neue, beim ICE bewährte Steuerungstechnik soll ab 2023 Abschnitt für Abschnitt eingebaut werden und Taktfolgen von 2 Minuten sowie später auch fahrerlose U-Bahnen ermöglichen. Im U3-Bahnhof Olympiazentrum sollen ab 2023 an einem der vier Gleise Bahnsteigtüren getestet werden.

Seit über 10 Jahren fordern die Aktion Münchner Fahrgäste zusammen mit Ex-CSU-Stadtrat Georg Kronawitter (sein Stadtratsantrag war am 14.8.2008, Link siehe unten) die Erprobung von Bahnsteigtüren. In 4 Jahren wird nun endlich der erste Test starten.

„Leider nehmen die Unfälle an den Bahnsteigen kontinuierlich zu, die sich durch Bahnsteigtüren verhindern ließen“, so Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Alkoholeinfluss und Ablenkung durch das Smartphone sind die häufigsten Gründe für einen Sturz ins Gleisbett. Bahnsteigtüren helfen auch, dass die jüngsten Bahnsteig-Attentate bei der Bahn keine Fortsetzung auch im Münchner Untergrund finden“, so Hofmeir weiter.

Die fest montierten Bahnsteigtüren werden kompatibel zu den Türabständen der neuen C-Züge sein. Sollte es zum streckenweisen Einbau ab 2025 oder später kommen, müssen die alten A- und B-Züge der U-Bahn bis dahin ersetzt sein.

14.8.2008: Stadtratsantrag zu Bahnsteigtüren:
https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/ris_antrag_dokumente.jsp?risid=1496807

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Radschnellweg: ÖPNV muss weiterhin erste Priorität haben

17.07.2019 - Am Donnerstag-Nachmittag wird der Stadtrat im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung voraussichtlich den Radschnellweg von der Innenstadt über die Ludwig-/Leopoldstraße in den Münchner Norden beschließen. Hierbei steht auch zur Diskussion, ob dem Radverkehr eine „Grüne Welle“ eingerichtet werden soll. Dies würde die bisherigen Beschleunigungsmaßnahmen bei Trambahn und Bus ausbremsen.

„Der ÖPNV muss weiterhin höchste Priorität bei den Ampelschaltungen haben“, so Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. Wer mit Trambahn und Bus fährt, entlastet die Straßen. „Selbstverständlich brauchen wir bessere Fahrradrouten, aber noch viel wichtiger ist der schnelle Ausbau des ÖPNV“, so Hofmeir weiter. „Wir brauchen kürzere Takte und weitere Trambahn- und Busstrecken.“ Eine Trambahn mit beispielsweise 100 Fahrgästen muss an der Ampel weiterhin erste Priorität haben.

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Nachrichten

Warnstreik bei der MVG ist unverhältnismäßig

08.07.2019 - Die Aktion Münchner Fahrgäste hat Verständnis für die Lohnverhandlungen der Fahrer, man hätte in der aktuellen Situation aber nicht gleich zu einem Komplett-Streik aufrufen müssen.

Für Dienstag, den 9. Juli, wurde von Verdi ein Warnstreik bei der MVG angekündigt, der von Betriebsbeginn (3.30 Uhr) bis in den frühen Nachmittag (vsl. 14.30 Uhr) gehen soll. Anlass sind die laufenden Verhandlungen zum Haustarifvertrag. Es sollen U-Bahn, Bus und Trambahn komplett bestreikt werden. Die Fahrgäste können nur auf die nicht bestreikte S-Bahn sowie auf von privaten Kooperationspartnern betriebene Busse ausweichen. Bei der Trambahn will die MVG erst einmal die Linien 19 und 20 mit Zügen beschicken.

"Für die Fahrgäste kommt dieser Komplett-Streik aus heiterem Himmel und wird die Stadt am Dienstag in hohem Maße lähmen", so Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. "Bei noch laufenden Gesprächen zwischen Gewerkschaft und MVG erscheint uns Fahrgästen ein solcher Komplettstreik als unverhältnismäßig." In der Vergangenheit wurden zum Streikauftakt lediglich einzelne Verkehrsmittel (z. B. nur U-Bahn) bestreikt, Fahrgäste konnten dann noch ausweichen. Leidtragende werden am Dienstag vor allem Zeitkarten-Kunden sein, die bereits vorausbezahlt haben.

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Keine alleinige Fokussierung auf zweite Stammtrecke + U9

02.07.2019 - Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn Dr. Richard Lutz haben heute zu den Bauverzögerungen bei der 2. S-Bahn-Stammstrecke sowie zur Finanzierung der neuen U-Bahnlinie U9 informiert.

Wie befürchtet, wird sich die Fertigstellung der neuen S-Bahn-Röhre bis 2028 verspäten - sofern keine weiteren Komplikationen eintreten.

Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert die Politik auf, beim ÖPNV-Ausbau endlich von der Fokussierung auf die beiden Tiefbauprojekte abzurücken. "Wir können nicht bis 2030 warten, dass auch wieder andere Projekte in Angriff genommen werden", so Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste.

Die Fahrgastzahlen steigen Jahr für Jahr in rasanten Schritten, die Fahrpreisreform im Dezember wird einen massiven weiteren Anstieg hervorrufen.

Die Infrastruktur von U-Bahn (2. Betriebshof im Süd-Osten), Trambahn (weitere Strecken, Taktverdichtungen, 2. Betriebshof) sowie Bussen (weitere Priorisierung durch Busspuren, Taktverdichtungen, neue Linien) muss jetzt in Angriff genommen werden. Auch auf den S-Bahn-Außenstrecken warten viele Nadelöhre seit Jahren auf eine Beseitigung. "Nach der nächsten Kommunalwahl sollte es deshalb im Münchner Rathaus auch ein eigenes (Nah-)Verkehrsreferat geben", so Hofmeir weiter.

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Smartphone-Ladenstellen in Dieselbussen erhöhen Spritverbrauch
21.06.2019 - In der Rathaus-Umschau vom 21.6. wird eine Stadtratsanfrage zum Thema "Bus mit USB-Stecker – Handyladen im ÖPNV in München" beantwortet. Die Aktion Münchner Fahrgäste befürwortet die Einrichtung von Smartphone-Ladestellen beim öffentlichen Nahverkehr. Nutzer von Handy-Tickets können so ihr Mobiltelefon wieder aufladen, bevor sich der eventuell schwache Akku samt Handyticket verabschiedet. Absolut falsch finden wir jedoch die priorisierte Einführung von USB-Ladebuchsen in Dieselbussen. Jeder Autofahrer weiß, dass zusätzliche elektrische Verbraucher den Spritverbrauch unnötig erhöhen. Die Fahrgäste sind sich wahrscheinlich nicht bewusst, dass in diesem Falle der Ladestrom aus fossilem Diesel erzeugt wird. Viel sinnvoller wäre die Einführung von Ladepunkten an den Haltestellen, die aufgrund der Leuchtreklamen sowieso schon über eine erdgebundene Stromleitung verfügen. Und natürlich in S-Bahn, U-Bahn und Trambahn. Hier wäre "grüner" Ladestrom aus regenerativen Quellen möglich.   Mehr...

MVG braucht kurzfristig weitere Betriebshöfe
Stadtwerke und MVG haben am Mittwoch den Grundstein für den neuen Hybrid-M Busbetriebshof in München-Moosach gelegt. Auf 36.000 Quadratmetern werden hier ab 2021 bis zu 190 Busse gewartet. In der fünf Stockwerke hohen Mantelbebauung entstehen rund 60.000 Quadratmeter Geschossfläche z. B. für multifunktionale Büros. Der Münchner Nahverkehr platzt immer mehr aus allen Nähten, jedes Jahr werden neue Zuwachsraten erreicht. Durch den Bevölkerungszuzug und die höhere Umsteigequote weg vom Auto werden auf immer mehr Linien Taktverkürzungen notwendig. Mit der anstehenden Tarifreform wird die Monatskarte für den Innenraum noch günstiger. Für einen dem Fahrgastzuwachs angepassten öffentlichen Nahverkehr mit neuen Linien und Taktverbesserungen bedarf es nicht nur ausreichend Neufahrzeuge (incl. Zulassung!) sowie Fahrpersonal, sondern auch genügend Betriebshöfe. U-Bahn und Trambahn haben aktuell nur jeweils einen Betriebshof, beide platzen aus allen Nähten. In der Olympia-Wendeschleife an der Schweren-Reiter-Straße werden bereits jetzt jede Nacht Trambahnen unter Bewachung abgestellt und gewartet, weil im Betriebshof kein Platz mehr ist. „Die MVG braucht deshalb kurzfristig weitere Betriebshöfe“, so Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Die Planungen dafür sollten deshalb beschleunigt werden.“ Der geplante 2.U-Bahn-Betriebshof in Neuperlach-Süd wird geografisch den bisherigen in Fröttmaning ideal ergänzen. Der geplante 2. Trambahn-Betriebshof an der Ständlerstraße liegt jedoch wie der bisherige in der Einsteinstraße wieder im Münchner Osten. Lange Ein- und Ausrückzeiten bleiben deshalb auf der Tagesordnung und erhöhen unnötig Personalkosten. Ein weiterer Standort im Westen Münchens wäre deshalb mittelfristig ebenfalls nötig. Da der neue Hybrid-M Betriebshof erst einmal den bisherigen im Westend ersetzt, müssen auch für den Bus dringend weitere Betriebshöfe in allen Münchner Himmelsrichtungen gesucht werden.   Mehr...

Bahn-Infrastruktur muss zuverlässig sein
Die Deutsche Bahn ist nach starken Schneefällen nicht mehr in der Lage, ihr Schienennetz in Betrieb zu halten und zwingt damit Verkehrsunternehmen wie die Bayerische Oberlandbahn oder auch die DB Regio den Zugverkehr in Oberbayern streckenweise und über Tage einzustellen. Vor der Privatisierung warb die Deutsche Bundebahn mit "Alle reden vom Wetter - wir nicht". Mittlerweile kündigt die S-Bahn München Betriebseinschränkungen gleichzeitig mit Unwettervorhersagen an - bevor irgend jemand anderes vom Wetter spricht. Im letzten Jahr verging kaum eine Woche bei der S-Bahn München, in der nicht mehrfach in der Hauptverkehrszeit Stellwerksstörungen, Bahnübergangsstörungen, Weichenstörungen und andere Infrastrukturprobleme den Frust vieler Bahnfahrgäste schürten. Die Folge: Leider muss sich der Pendler zur Zeit jeden Morgen aufs Neue fragen, ob der PKW nicht das erfolgversprechendere Verkehrsmittel ist. Die Regionalzüge und S-Bahnen, auf die die Pendler angewiesen sind um ihren Arbeitsplatz zu erreichen, müssen wieder ihren Systemvorteil nutzen können und deutlich zuverlässiger sein als der Straßenverkehr. Dass die Bahn-Infrastruktur seit der Bahnreform primär der Wirtschaftlichkeit unterworfen ist, muss rückgängig gemacht werden. Die Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter - als Teil der Daseinsvorsorge - muss absolute Priorität haben, ggf. auch mit Unterstützung öffentlicher Gelder. Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger müssen hohe Summen für die Benutzung der Gleise und Bahnhöfe bezahlen. Ist der Infrastruktur-Betreiber - wie die Deutsche Bahn Netze – dennoch nicht in der Lage eine Verfügbarkeit auch bei Unwetter sicher zu stellen, muss der Eigentümer (der Bund) Konsequenzen ziehen und mit dem Betrieb der Infrastruktur ein leistungsfähigeres Unternehmen betrauen. Eine derartige Beauftragung könnte auch streckenabhängig erfolgen, wie es beispielsweise die Länder mit dem Verkehr der Regionalzüge oder der Bund mit der Vergabe mancher Autobahnabschnitte an Privatunternehmen vorgemacht haben. Wenn jetzt nicht sofort die Zuverlässigkeit der Schienen-Infrastruktur drastisch erhöht wird, wird das Systems Bahn dauerhaft Kunden an den Straßenverkehr verlieren, denn es ist einem Pendler nicht zu vermitteln, dass er trotz Monatskarte für Bus und Bahn einen privaten PKW für den Notfall vor der Tür bereit stehen haben muss.   Mehr...

Dauerbaustelle Sendlinger-Tor: Zusatzweichen würden Tramnetz flexibler machen
Die Erneuerung der Trambahngleise östlich des Sendlinger Tor Platzes wird statt 2 nun 4 Monate dauern, gab die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) am Mittwoch bekannt. Seit 8. Oktober wird an dieser lediglich ca. 200 Meter langen dreigleisigen Strecke zwischen Lindwurm- und Müllerstraße gearbeitet, zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember sollte der Fahrbetrieb urspünglich wieder starten. Baustellenbedingt ruht die Tramstrecke zum Isartor (kein Schienenersatzverkehr), auf der Strecke zum Ostfriedhof und weiter zur Schwanseestraße fahren Ersatzbusse. "Die Fahrgäste leiden sehr unter den immer länger dauernden Gleisbauarbeiten", so Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. "Was früher unter rollendem Rad oder in einer Nacht gebaut wurde, wird inzwischen eine ganze Woche gesperrt. Eine 6-wöchige Großbaustelle im Jahre 1997 dauert inzwischen über 3 Monate". Mit ein paar zusätzlichen Weichen könnte das Tramnetz viel flexibler sein: Gäbe es beispielsweise in der Fraunhoferstraße auch Weichen nach rechts in die Müllerstraße, hätte man die aktuell abgehängten Strecken in Betrieb lassen können. Auch während der immer wieder stattfindenden Demonstrationen am Sendlinger Tor Platz wären die Trambahnen dann nicht mehr blockiert.   Mehr...

MVV-Tarifreform: Großer Meilenstein für Münchner Fahrgäste
Der Verbundrat und die Gesellschafterversammlung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) haben am Freitag nach langer Verhandlungszeit die MVV-Tarifreform beschlossen. Wenn nun noch der Münchner Stadtrat sowie die Kreistage der Verbundlandkreise zustimmen, wird der neue Tarif zum 9. Juni 2019 in Kraft treten. „Für die Münchner Fahrgäste ist die Tarifreform ein großer Meilenstein“, so Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „Endlich fallen die hohen Preissprünge an den Zonengrenzen weg.“ Durch die neuen, oft auch günstigeren Fahrpreise werden noch mehr Münchner auf den ÖPNV umsteigen und die Straßen entlasten. „Der beste Tarif nützt nichts, wenn die Verkehrsmittel dann hoffnungslos überlastet sind und man erst gar nicht einsteigen kann“, so Hofmeir weiter. Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert deshalb einen schnellen und massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in München. „Wir brauchen weitere (zugelassene) U-Bahn-Züge, mehr Trambahnlinien und Busse. Und auch die Betriebshöfe müssen die zusätzliche Kapazität schaffen können“.   Mehr...

Neuer MVV-Geschäftsführer ist anerkannter ÖPNV-Fachmann
Am Mittwoch standen auf der Tagesordnung der außerordentlichen MVV-Gesellschafterversammlung ursprünglich zwei Themen: Der Beschluss der neuen Tarifreform, die nach aktuellem Stand Mitte 2019 in Kraft treten soll, sowie die Berufung des neuen MVV-Geschäftsführers. Der Beschluss der Tarifreform wurde erneut vertagt, dafür verlief die Bestellung des neuen MVV-Geschäftsführers Dr. Bernd Rosenbusch nach Plan. Dr. Rosenbusch tritt mit Wirkung zum 1. Oktober die Nachfolge des langjährigen MVV-Geschäftsführers Alexander Freitag an, der sich nach 21 Jahren Geschäftsführung in den Ruhestand verabschiedet. „Dr. Bernd Rosenbusch gilt als ausgewiesener Fachmann in der Branche“, so Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste, „als aktueller Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn ist er bereits heute im Verbundrat und kennt den MVV und dessen Potentiale bestens“. Bei seiner Bewerbung überzeugte Dr. Rosenbusch die MVV-Gesellschafter u. a. auch mit einem schlüssigen Konzept, wie er den MVV weiterentwickeln will.   Mehr...

ÖPNV-Offensive muss sinnvoll erfolgen
Die Aktion Münchner Fahrgäste begrüßt die große ÖPNV-Offensive im Rathaus. In den öffentlichen Nahverkehr muss dringend investiert werden. Nicht nur der ständige Bevölkerungszuwachs, auch die wahrscheinlich Ende des Jahres kommende Tarifstrukturreform mit ihrer stadtweiten Monatskarte wird bereits zu einer starken Zunahme der Nutzung führen. Der Fehler bei der 2. S-Bahn-Stammstrecke, dass viele sinnvolle kleinere und schnellere Investitionen in den S-Bahn-Außenästen über ein Jahrzehnt auf Eis liegen, darf sich bei den städtischen Verkehrsmitteln nicht wiederholen. Es bringt nichts Milliarden nur als Beton in den Untergrund zu pumpen. Wir brauchen kurz- und mittelfristige Lösungen und Investitionen in allen Stadtvierteln. Dazu gehören vor allem auch neue Bus- und Trambahnlinien sowie Taktverdichtungen. Eine nicht förderfähige U26 kommt der Stadt nicht nur beim Bau sehr teuer, sondern bleibt auch im späteren Betrieb dauerhaft hoch-defizitär. Sämtliche Trambahn-Neueröffnungen der letzten 20 Jahre wurden hingegen zum Erfolgsschlager.   Mehr...

MVV-Zeitkarte schon immer Flatrate - Massive Takt- und Kapazitätsausweitung notwendig
Die aktuell im Rahmen der MVV-Tarifreform zumindest von den Münchner Vertretern favorisierte Innenraum-Flatrate ist nichts Neues. Seit Jahrzehnten kann eine Zeitkarte immer als "Flatrate" beliebig oft innerhalb des zeitlichen und räumlichen Geltungsbereiches genutzt werden. Wenn es ab Ende 2018 für Zeitkarten-Nutzer nur noch eine Innenraumzone geben wird, bedeutet das für aktuell mindestens 120.000 Zeitkartennutzer, die lediglich bisher 2 Zeitkartenringe gebucht haben, eine Preiserhöhung von ungefähr 20 Prozent. Das sind gut ein Viertel aller Zeitkartennutzer, die dann mehr kaufen müssen als sie für die tägliche Fahrt zur Arbeit benötigen. Auch Pendler aus dem Umland müsten dann immer den kompletten Innenraum buchen, obwohl sie beispielsweise aktuell vielleicht nur eine Innenraumzone brauchen. Für die restlichen Innenstadt-Zeitkarteninhaber wäre die neue Flatrate ein Preisgewinn, da diese günstiger sein soll als bisher 3 oder 4 Ringe kosten. "Die Stadt München will mit der neuen Flatrate vor allem ein verkehrs- und umweltpolitisches Signal setzen", so Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. "Die Münchner sollen künftig alle Innenstadtfahrten öffentlich vornehmen und das Auto ganz in der Garage lassen." Wer die neue Flatrate beschließt, sollte aber auch gleich für die dafür notwendigen massiven infrastrukturellen und betrieblichen Erweiterungen Geld bereitstellen. "Bei einem Innenraum-Zeitkarten-Pflichtabo werden den MVV noch mehr Menschen nutzen als sowieso schon in der schnell wachsenden Stadt prognostiziert", so Hofmeir weiter. "Wir brauchen dann dringend einen funktionierenden 2-Minuten-Takt auf allen Innenstadt-U-Bahnlinien, die neuen Trambahn-Tangenten im Norden und Westen und Streckenerweiterungen sowie weitere Expressbuslinien. Dazu auch möglichst schnell die neuen Betriebshöfe bei U-Bahn und Trambahn. Nicht zu vergessen die S-Bahn-Ausbauten auf den Außenstrecken. Nur so kann der drohende MVV-Verkehrskollaps abgewendet werden." Sollte eine Innenraum-Flatrate kommt, sollte dies auch für die Schüler gelten. "Aus dem Ausbildungstarif muss eine Art pauschales Schul- und Freizeitticket werden, das der Freistaat finanziert", so Hofmeir abschließend.   Mehr...

Kostenloses Zivilcourage-Trainings
Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Aber wie komme ich sicher nach Hause, auch wenn ich beim Feiern war? Die Antwort auf diese Frage geben erfahrene Beamte der Polizei beim Verhaltenstraining für Fahrgäste. Das Polizeipräsidium München, die Bundespolizeiinspektion München und die Aktion Münchner Fahrgäste veranstalten Kurse für Zivilcourage. Im Mittelpunkt steht die Vermeidung von gefährlichen Situationen und das angemessene Verhalten. Die kostenlosen Kurse finden im Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Schwanthalerhöhe statt. Anmeldung im Internet unter www.fahrgaeste.de oder Telefon (089) 20 35 50 00. Die Kurse sind besonders auch für Jugendliche geeignet. Neben theoretischen Erläuterungen werden auch Rollenspiele durchgeführt, die ganz anschaulich das richtige Verhalten erlernen lassen. 'Wir wollen, dass es gar nicht zu Situationen kommt, bei denen Fahrgäste zu Schaden kommen!', so Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste.   Mehr...

Fahrgäste profitieren von neuer Tram 22 nach Steinhausen
Noch im Juli soll im Stadtrat das neue Leistungsprogramm der MVG ab Dezember 2017 beschlossen werden. Dieses enthält in einer aktualisierten Version nun auch eine nicht nur von der Aktion Münchner Fahrgäste lange geforderte Trambahn-Direktverbindung der im letzten Dezember neu eröffneten Steinhausen-Trambahn in die Innenstadt. Der im Januar verstorbene Gründer der Aktion Münchner Fahrgäste, Andreas Nagel, hatte sich hierfür regelmäßig auch in seiner Funktion als Mitglied des Bezirksausschusses 13 (Bogenhausen) eingesetzt. Wenn die aktuell noch laufenden Prüfungen zur Finanzierbarkeit und Fahrzeugverfügbarkeit es zulassen, soll die bisher nur zwischen Hochschule München und Karlsplatz (Stachus) verkehrende Verstärkerlinie 22 über die Maximilianstraße und Max-Weber-Platz verlängert werden und von dort zum S-Bahnhof Berg am Laim fahren. Die Linie 25 aus Grünwald würde wieder am Max-Weber-Platz wenden. "Die Fahrgäste aus Zamdorf/Steinhausen hätten damit eine Direktverbindung in die Innenstadt, in der Maximilianstraße gäbe es seit 1988 endlich wieder tagsüber durchgehend einen 5-Minuten-Takt", so Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. Die Relation Steinhausen - Dachauer Straße gab es als Trambahnlinie bereits bis 1980 mit der Linie 1 von Steinhausen (Vogelweideplatz) nach Moosach.   Mehr...

Kommende U-Bahn-Sanierungen langfristig ankündigen
Am kommenden Dienstag wird der Betrieb der U3 zwischen Münchner Freiheit und Scheidplatz nach fast einem halben Jahr Bauarbeiten wiederaufgenommen. Nach 45 Jahren wurden 7.500 t Schotter, ca. 3.300 Schwellen und ca. 9.000 m Fahrschienen erneuert. Für die Fahrgäste bedeutete die Totalsperrung zusätzliches Umsteigen, verlängerte Reisewege teilweise auf anderen Routen. Da die Bauarbeiten während der Wintermonate stattfanden, konnten die Fahrgäste nicht aufs Fahrrad ausweichen.   Mehr...

S-Bahn München: Punktuelle Sofortlösungen besser als Jahrzehnte langes Warten auf Tunnel
Ab dem nächsten Fahrplanwechsel im Dezember wird die Strecke nach Ebersberg regulär von der aus Gauting kommenden Linie S 6 befahren. Die bisher dort verkehrende Linie S 4 endet dann bereits am Ostbahnhof und wird nur noch in der Hauptverkehrszeit nach Zorneding, Grafing oder Ebersberg verlängert.   Mehr...

Weiter steigende Fahrgastzahlen bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG)
In 2016 sind die Fahrgastzahlen bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) in den Verkehrsmitteln U-Bahn, Bus und Trambahn um 2,1 Prozent gestiegen. Im Dezember stieg das Leistungsangebot um 2,3 Prozent, die Preise wurden jedoch um 2,9 Prozent erhöht.   Mehr...

Aktuelle Termine

02.12.2019(Mo)
Mit Herz und Verstand handeln. Notfall? Du hilfst - ich auch!

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Aktuelle Information für die Medien

Nach 15 Jahren endlich Bahnsteigtüren-Test bei der Münchner U-Bahn

Radschnellweg: ÖPNV muss weiterhin erste Priorität haben

Warnstreik bei der MVG ist unverhältnismäßig

Keine alleinige Fokussierung auf zweite Stammtrecke + U9

Smartphone-Ladenstellen in Dieselbussen erhöhen Spritverbrauch

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