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Geduld der Fahrgäste darf nicht überstrapaziert werden
Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 04.03.2011 (15/2011)
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Nein, es war wieder einmal keine gute Woche für die Fahrgäste der Münchner S-Bahn. Am Montag, 28. Februar 2011, gab es eine schwere Signalstörung am Ostbahnhof, am Mittwoch legte ein Baukran die S-Bahn für Stunden lahm - und am Freitag streikten wieder einmal die Lokführer, die ihren Streik auch nur sehr kurzfristig angekündigt hatten. So wurde die Geduld der schon leidgewohnten Fahrgäste auf eine harte Probe gestellt. Und so langsam nähern wir uns dem Punkt, an dem die Geduld überstrapaziert wird.
Die Münchner Fahrgäste freuen sich, daß Berlin und Stuttgart geschont werden. Die Berliner Fahrgäste leiden ja noch mehr als die Münchner. Und Stuttgart stehen sowieso sehr schwere Zeiten bevor. Klar ist auch, daß der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) daran gelegen ist, daß der Streik wahrgenommen wird.
Es gehört nicht viel übersinnliche Kraft dazu, das Ergebnis der Urabstimmung, das am kommenden Montag bekannt gegeben wird, vorherzusagen. Der Leidensdruck für die Tarifparteien, sich zu einigen, ist auch nicht übermäßig groß. Daher appellieren wir noch einmal an das Verantwortungsbewußtsein der handelnden Personen: Lösen Sie die Probleme am Verhandlungstisch, bevor das ganze System Eisenbahn schaden nimmt!
'Bald wird sich auch die Politik fragen lassen müssen, ob die Rahmenbedingungen richtig sind', sagt dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. 'Es kann nicht richtig sein, daß ein Lokführer arbeitslos wird und als 'Greenhorn' wieder anfangen muß, wenn der Betreiber einer Strecke wechselt. Menschen, die tagtäglich eine schwere und verantwortungsvolle Aufgabe erfüllen, haben auch Anspruch auf eine persönliche Sicherheit.'
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