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Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 12.09.2011 (52/2011)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Martin Marino, 0151 4 1919252, Stefan Hofmeir, 089 48951049, presse@fahrgaeste.de

Fahrgastverband lehnt MVV-Tariferhöhung ohne nachhaltige Verbesserungen ab

Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 12.09.2011 (52/2011)


Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Andreas Nagel, Freischützstraße 110, 81927 München, (0172) 8342157, nagel@fahrgaeste.de


Die MVV-Tarife sollen zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 wieder erhöht werden. Dabei wird von einer Tariferhöhung von bis zu 3 Prozent ausgegangen. Die Aktion Münchner Fahrgäste lehnt diese Tariferhöhung unter den derzeitigen Umständen ab. Das Leistungsangebot der MVV-Verkehrsunternehmen entspricht nicht dem, was die Fahrgäste für die nicht unerheblichen Fahrpreise erwarten dürfen. Natürlich sind die Kosten in verschiedenen Bereichen gestiegen, aber es gab auch erhebliche Mehreinnahmen durch zusätzliche Fahrgäste. Die Art und Weise der MVV-Fahrpreiserhöhungen ist sehr undurchsichtig und unterliegt keiner demokratischen Kontrolle. Daher müssen der Bayerische Verkehrsminister Martin Zeil und der Münchner Oberbürgermeister ein besonders hohes Maß an Verantwortung übernehmen. Auch die Kritik an Unzulänglichkeiten des Fahrkartenangebotes bleibt bestehen. Die Leistungen der S-Bahn müssen zuverlässiger erbracht werden. Die Informationen im Störungsfall müssen stark verbessert werden. Das Angebot bei der U-Bahn darf nicht durch einen Fahrzeugmangel geschmälert werden. Bei der Trambahn sind die geplanten Verbesserungen auf den Linien 15/25 und 27 unerläßlich, die Kürzungen auf dem südlichen Teil der Trambahnlinie 27 müssen rückgängig gemacht werden. Beim Metrobus ist die schmerzliche Lücke in Moosach zu schließen. Auch das Problem der öffentlichen Toiletten muß endgültig gelöst werden. Dabei müssen die derzeitigen Anlagen in einem ordentlichen Zustand den Fahrgästen weiterhin kostenlos zur Verfügung stehen. Eine zentrale Forderung des Fahrgastverbandes ist, daß für jede Fahrplanperiode die Kosten von zwei zusätzlichen Gelenkbussen und zwei zusätzlichen Standardbussen in die Kalkulation aufgenommen werden. Damit kann der Münchner Stadtrat ein verkehrspolitisch notwendiges Zusatzangebot für eine Probephase finanzieren. Bei der Diskussion um die Metrobuslinie 50 in Moosach wurde ja von verschiedenen Seiten immer wieder darauf hingewiesen, daß es im Stadtbereich 30 Problembereiche mit unzureichender Versorgung durch Linienverkehrsmittel gibt. Mit den zusätzlichen Bussen kann der Stadtrat dann Prioritäten setzen und solange einen Probebetrieb durchführen lassen, bis sich die neuen Linien durch ihre Inanspruchnahme selbst finanzieren. Da zusätzliche Mittel allen Verkehrsunternehmen zugute kommen, kann damit auch im Bereich der S-Bahn die Behängung verbessert werden. Es können also mehr Langzüge (3 Einheiten) statt Vollzügen (2 Einheiten) eingesetzt werden. In vielen Gesprächen mit den 'normalen' Fahrgästen hat die Aktion Münchner Fahrgäste immer wieder festgestellt, daß die Fahrgäste schon bereit sind, für ein zuverlässiges und gutes Angebot auch den entsprechenden Fahrpreis zu bezahlen. Wenn allerdings ständig irgendwelche Baumaßnahmen oder technische Störungen den Betrieb einschränken, so werden auch die Fahrpreise kritisch betrachtet. Schon seit Jahren setzt sich der Fahrgastverband für flexible Zeitkarten ein. So wie beispielsweise in Berlin muß es auch in München Wochenkarten geben, die ab jedem beliebigen Wochentag gelten. Selbstverständlich gilt dies auch für Monatskarten. 'Wir setzen uns für gerechte Tarife ein und fordern zusätzliche Verbesserungen, wenn die MVV-Fahrpreise im Dezember 2011 schon wieder erhöht werden sollen', sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. 'Das derzeitige Angebot rechtfertigt keine Tariferhöhung.'

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