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Trambahn nach St. Emmeram kommt mit Verspätung
Aktuelle Informationen für Presse und Rundfunk 04.12.2011 (63/2011)
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Endlich ist es amtlich: Die Münchner Trambahnstrecke nach St. Emmeram wird am 10. Dezember 2011 in Betrieb genommen. Trotz der jahrzehntelangen Verspätung ist es ein wichtiger Erfolg für die Fahrgäste. Zwar war die Strecke schon in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts für die Trambahn vorgesehen und die Straßenbeleuchtung entsprechend ausgerüstet, aber eine Verspätung reihte sich an die andere. Sogar ganz zum Schluß konnte der vorgesehene Termin im Frühjahr 2011 nicht eingehalten werden. Am 13. März 1991 beschloß der Münchner Stadtrat einstimmig den Ausbau der Münchner Trambahn. Und schon im Jahre 1994 glaubte man sich dem Ziel sehr nahe. Aber der Protest weniger Bürger sorgte für einen Meinungsumschwung bei der CSU, die daraufhin diese Trambahnstrecke - wie alle anderen - vehement bekämpfte. Aber auch der Elan der Stadtwerke hielt sich in Grenzen. Als bei der Wiedereröffnung der Trambahnlinie 17 am 01. Juni 1996 der Sonderwagen von den Stadtwerken und der Aktion Münchner Fahrgäste bereits das Ziel 'Cosimapark' anzeigte, mußte mancher schmunzeln.
'Wir freuen uns auf die ersten Trambahnzüge, die die Fahrgäste nach St. Emmeram bringen', sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. 'Hoffentlich müssen wir auf weitere Trambahnlinien in Bogenhausen, wie zum Beispiel der Verlängerung der Tram 25 nach Berg am Laim nicht auch wieder jahrzehntelang warten.'
Das geplante Fahrtenangebot wird vom Fahrgastverband kritisch gesehen. Bedingt durch den akuten und selbstverschuldeten Wagenmangel bei der Münchner Verkehrsgesellschaft kommt es nur in der morgendlichen Berufsverkehrszeit zu einem 5-Minuten-Takt. Am Nachmittag wird nur alle 10 Minuten gefahren. Dies ist eine gravierende Verschlechterung zum bisherigen 6- und 7-Minuten-Takt.
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