Lokreport

06.05.2007

Freistaat Bayern ermöglicht den barrierefreien Ausbau von München-Pasing

Voller Freude unterzeichnete der Bayerische Verkehrsminister Erwin Huber einen Finanzierungsvertrag mit der für die Personenbahnhöfe zuständigen DB Station&Service AG. Er ermöglicht die barrierefreie Erschließung der Bahnsteige mit jeweils einem Aufzug und zwei Rolltreppen. Die 150 Meter langen Bahnsteigdächer werden erneuert. Die Bauarbeiten beginnen im April 2008 und werden Mitte 2010 für die S-Bahnsteige abgeschlossen, die Regional- und Fernbahnsteige werden Mitte 2011 fertig. Die Gesamtkosten für alle Bahnsteige belaufen sich auf 29,4 Millionen Euro, davon trägt der Freistaat Bayern 17,3 Millionen und der Bund 12,1 Millionen.

Bahnhof München-Pasing Bahnhof München-Pasing
Bild: Aktion Münchner Fahrgäste

65.000 Fahrgäste steigen in Pasing in die S-Bahn ein und aus. 10.000 Reisende benutzen die Regional- und Fernzüge. Obwohl die Finanzierungsverantwortung grundsätzlich beim Bund liegt, tritt Bayern in Vorlage. Aus der 100 Millionen umfassenden Rahmenvereinbarung standen für Pasing bereist 10,8 Millionen zur Verfügung. Da aber der Betrieb von Aufzügen und Rolltreppen immense zusätzliche Kosten verursachen mußte der Freistaat noch einmal 6, 5 Millionen zusätzlich zur Verfügung stellen.

Auch außerhalb des MVV setzt sich Huber für eine Modernisierung der Bahnsteige ein: Augsburg, München-Ost, Rosenheim, Ingolstadt, Passau und Würzburg werden mit finanzieller Unterstützung des Freistaates barrierefrei ausgebaut.




Bild: Aktion Münchner Fahrgäste

Die Empfangsgebäude der Bahn liegen dem Minister am Herzen. „Der Bahnhof ist für Reisende die erste Visitenkarte einer Stadt. Hier werden erste und oftmals prägende Eindrücke gesammelt“, so Huber. „Wichtig ist für mich vor allem eines: Durch einen Verkauf von Empfangsgebäuden dürfen nicht die typischen bahnaffinen Nutzungen zu Lasten der Kunden eingeschränkt werden. Dabei meine ich zum Beispiel Warteräume, bei kleinen Stationen vielleicht auch nur eine Überdachung oder den Verkauf von Reisebedarf.“

Natürlich vergaß der Verkehrsminister nicht darauf hinzuweisen, daß Bayern der größte Einzelkunde der Bahn ist. Er will jedenfalls mit der Bahn einen Weg finden, der der Bedeutung der Bahnhöfe gerecht wird.

Wolf-Dieter Siebert, Vorstandsvorsitzender DB Station&Service AG Wolf-Dieter Siebert, Vorstandsvorsitzender DB Station&Service AG
Bild: Aktion Münchner Fahrgäste

Wolf-Dieter Siebert, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG, freute sich über den Durchbruch. Von insgesamt 5400 Personenbahnhöfen liegen etwa 900 in Bayern, das sind 17 Prozent. Da die Bahn nicht alle Empfangsgebäude selbst wirtschaftlich betreiben kann, strebt sie eine enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Land und den Kommunen an. Siebert sieht sich dabei auf einem guten Weg.

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