Lokreport

04.01.2008

U-Bahn-Schläger aufgrund von Zeugenhinweisen gefaßt

Am Abend des 4.Januar 2008 konnten die drei bis dahin unbekannten Täter aufgrund von Zeugenhinweisen festgenommen werden. Sie werden beschuldigt, am 30. Dezember 2007 Fahrgäste der U5 im Münchner U- Bahnhof Innsbrucker Ring angegriffen und verletzt zu haben. Einer der Täter, ein 17-jähriger türkischer Schüler, konnte in der Wohnung seiner Eltern im Stadtteil Ramersdorf festgenommen werden. Der zweite Täter, ein 21-jähriger Türke wurde in seiner Wohnung im Stadtteil Ramersdorf festgenommen. Der dritte Täter, ein 20-jähriger berufsloser türkischer Staatsangehöriger, stellte sich schließlich am Abend in Begleitung seines Rechtsanwalts bei einer Polizeiinspektion. Der 20-jährige ist der wahrscheinliche Haupttäter der Tat. Die beiden 21- und 20-jährigen Täter werden dem Haftrichter vorgeführt. Der 17-Jährige wird nach Abschluß der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Folgende Fahndungsbilder haben zum Erfolg geführt:

http://www.fahrgaeste.de/download/u-innsbrucker_1.wmv
http://www.fahrgaeste.de/download/u-innsbrucker_2.wmv

Man muß der Münchner Polizei zu diesem Fahndungserfolg gratulieren!

Auf den veröffentlichten Szenen ist keine Aktivität des Betriebspersonals zu erkennen - und dies obwohl einer der Täter sogar an die Scheibe des Führerstandes der betroffenen U-Bahn klopft. Die ganzen Streitereien fanden im ersten Abteil, direkt hinter der Fahrerin statt. Nachdem die Fragen nach dem Verhalten der U-Bahnfahrerin von der Polizei nur mit einem vielsagenden Schweigen beantwortet wurden, könnte sich auch hier ein Handlungsbedarf ergeben.

Wichtig für alle Fahrgäste ist die Frage, wie man sich am besten selbst in Konfliktsituationen verhält. Arno Helfrich, Leiter des Kommissariates für Prävention schlägt ein „Selbstbehauptungs- und Zivilcourage-Training vor. Dies wird von über 80 Beamten in den Polizeiinspektionen durchgeführt. Jeweils 16 bis 20 Leute können an einem Kurs teilnehmen. Er dauert 4 Stunden und vermittelt auch in praktischen Übungen ein sinnvolles Verhalten. So ist es taktisch nicht geschickt, wenn man einen vielleicht überlegenen Gegner zur Rede stellen will. Anmelden kann man sich jederzeit bei seiner nächstgelegenen Polizeiinspektion oder unter der Rufnummer (089) 2910-4444.

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