Lokreport

17.04.2009

Ausbau München - Lindau ist gesichert

Mit der am 16. April 2009 unterzeichneten Finanzierungsvereinbarung zwischen der Schweiz und der DB Netz AG ist die Finanzierung des Ausbaus der Bahnstrecke München - Memmingen - Lindau endgültig gesichert.

Vertragsunterzeichnung in Memmingen Vertragsunterzeichnung in Memmingen
Bild: StmWIVT

Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil: „Bayern und die Schweiz haben gemeinsam dafür gesorgt, dass die Strecke München - Zürich bis 2015 durch den Ausbau auf deutscher Seite deutlich attraktiver wird. Wir verbinden das elektrische Netz der Schweiz mit den elektrifizierten Hauptstrecken in Bayern.' Durch den Lückenschluss erhalte Bayern zudem einen leistungsfähigen Zugang zum Gotthard-Tunnel. „Diese Verknüpfung ist uns genauso wichtig wie der Zulauf zum Brenner-Basistunnel', so Zeil.

Die Gesamtkosten des Ausbaus betragen voraussichtlich 210 Millionen Euro. Damit wird der deutsche Abschnitt elektrifiziert und für den Einsatz von Neigetechnik-Fahrzeugen ertüchtigt. „Dank des gemeinsamen Einsatzes von Freistaat und Schweiz kann die DB aller Voraussicht nach schon im Jahr 2010 mit den Bauarbeiten beginnen. Wäre es alleine nach dem Bund gegangen, dann hätten vielleicht erst wieder im Jahr 2030 durchgehende Züge zwischen München und Zürich fahren können. Wir dagegen wollen bis 2015 eine schnelle Verbindung zwischen diesen wichtigen Wirtschaftsräumen vor allem für den Personenverkehr realisieren', so Zeil weiter. Im Ausbauzustand werde die Fahrtzeit München - Zürich 3 Stunden und 15 Minuten betragen. Das entspreche einer Verkürzung um fast eine Stunde im Vergleich zur schnellsten derzeitigen Verbindung.

Der Freistaat hatte der DB Netz bereits am 19. Dezember 2008 ein zinsloses Darlehen in Höhe von 55 Millionen Euro für den Ausbau der Strecke zur Verfügung gestellt. Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat heute verbindlich zugesagt, ein weiteres Darlehen in Höhe von 50 Millionen Euro bereitzustellen. Der Rest soll aus Bundesmitteln sowie aus Eigenmitteln der Bahn finanziert werden.

Der Bund habe den Ausbau der Strecke zwar im Bundesverkehrswegeplan in den ‚vordringlichen Bedarf‘ aufgenommen, gleichzeitig aber verdeutlicht, ihn auf absehbare Zeit nicht angehen zu wollen. Erst die bayerische Vorfinanzierung habe es ermöglicht, das Schweizer Angebot anzunehmen. „Unser finanzielles Engagement für diese grenzüberschreitende Verbindung wird aber eine absolute Ausnahme bleiben. Wir haben weder die Mittel noch stehen wir in der Verantwortung. Es ist und bleibt ausschließlich Aufgabe des Bundes, für ein leistungsfähiges Schienennetz zu sorgen', betont Zeil.

Dieser Aufgabe müsse sich die Bundesregierung stellen, wenn die Schiene konkurrenzfähig bleiben soll. „Wir brauchen eine belastbare Ausbaustrategie sowie eine deutliche Anhebung und Verstetigung der Mittel. Dafür werden wir uns weiterhin mit Nachdruck einsetzen', so der Minister. Es dürfe nicht von Zufälligkeiten abhängen, ob und wann eine wichtige grenzüberschreitende Verbindung ausgebaut werde. Der Bund müsse vielmehr endlich einen verlässlichen Masterplan zur Zukunft der Schiene entwickeln.

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