Lokreport

21.02.2011

Bundespolizei stellt Graffitisprüher

Ein Lokführer hatte die beiden „Künstler' am 20. Februar 2011 um 15:15 Uhr beobachtet, wie sie eine Lärmschutzwand an der Bahnstrecke Dachau - Karlsfeld mit Graffiti verunstalteten. Der Bahnbedienstete alarmierte sofort die Bundespolizeiinspektion München. Den ersten der Sprayer stellte daraufhin eine Streifenwagenbesatzung noch in unmittelbarer Nähe des Tatortes zwischen Karlsfeld und Dachau. Der zweite Verdächtige floh indes zu Fuß in Richtung Bahnhof Dachau und ließ die mit seinem Kumpan beschäftigte Funkstreife zunächst zurück. Aber nicht für lange. Denn ein inzwischen angeforderter Hubschrauber der Bundespolizei konnte den flüchtenden Graffitisprayer orten und verfolgen. Am Bahnhof Dachau landete schließlich die Maschine auf einem Park-and-Ride-Parkplatz und die Hubschrauberbesatzung nahm dort den zweiten Täter fest.


Bild: Bundespolizei

Bei der Durchsuchung der Graffitisprüher wurden mehrere Spraydosen und weitere Beweismittel in mitgeführten Rucksäcken aufgefunden. Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen stellten die Bundespolizisten auch weitere szenetypische Utensilien wie ein Skizzenbuch sowie elektronische Graffiti-Bilder sicher. Ob und welche weiteren Taten den beiden Heranwachsenden zur Last gelegt werden können, ermittelt derzeit die Münchner Koordinierungsgruppe Graffiti (KoGra), die den Fall übernommen hat. Die Schadenshöhe dieser Besprühung beträgt ca. 1.000 Euro.

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