Lokreport

09.03.2007

Bürgermeister entlang der S2-Strecke empfinden 10-Minuten-Takt als Mogelpackung

Die S-Bahnen, die zur Realisierung des Zehn-Minuten-Takts eingesetzt werden sollen, halten zwischen Markt Schwaben und Ostbahnhof nur in Riem.

Ganz und gar nicht zufrieden sind die Bürgermeister der Gemeinden entlang der Linie der S 2 mit der von Verkehrsminister Erwin Huber angekündigten Taktverkürzung in den Morgenstunden. Sie empfinden den Zehn-Minuten-Takt als Mogelpackung. Huber erklärte vor kurzem, der Zehn-Minuten-Takt auf der S2 rücke näher. Zum nächsten Fahrplanwechsel sollen im morgendlichen Berufsverkehr zusätzliche Zuge zwischen Markt Schwaben und Riem eingesetzt werden. Aussagen Hubers zufolge sollen in der Zeit zwischen 6.30 Uhr und 7.50 Uhr fünf weitere S-Bahnen auf dieser Strecke unterwegs sein. Doch die Sache hat einen Haken: Die S-Bahnen fahren durch und halten zwischen Markt Schwaben und Ostbahnhof lediglich noch in Riem.

Eine Express-S-Bahn ohne Halt an den S-Bahnhöfen Feldkirchen, Heimstetten, Grub und Poing stelle für diese Gemeinden keine deutliche Verbesserung dar und ist im Sinne der Antragssteller nicht ausreichend, heißt es in der Erklärung der fünf Bürgermeister.

Vor allem Poings Bürgermeister Albert Hingerl ist enttäuscht. Man begrüße natürlich jeden noch so kleinen Schritt, der Verbesserung bringt, so Hingerl, aber dabei dürfe es nicht bleiben. Denn es gelte in Poing eben von morgens bis abends der 20-Minuten-Takt. Und auch an die umgekehrte Richtung sei nicht gedacht worden. Poing verfüge über einen hohen Anteil von S-Bahn-Pendlern. Man spreche von Zahlen um 7300 Pendler täglich. Dem Engagement Hingerls sei es zu verdanken, dass die Bayerische Eisenbahngesellschaft und die Deutsche Bahn ihre Meinung bezüglich zusätzlicher S-Bahnen ändern mussten. Vor einigen Monaten habe es nämlich noch geheißen, dass auf der Ost-Strecke der S2 gar kein zusätzlicher Verkehr möglich sei.

Die CSU-Fraktion des Poinger Gemeinderates empfindet Hubers Ankündigungen als Schlag ins Gesicht der S-Bahn-Pendler. Die Express-S-Bahn werde durch Poing schlichtweg durchfahren und für die Langzüge von 8.20 Uhr an würden die üblichen 20 Minuten gelten. Dennoch zeige die Einführung der Expresszüge, dass die bestehenden Möglichkeiten sehr wohl Spielräume auf der zweigleisigen Strecke zulassen. Noch hinzukomme, dass allein wegen des Klimaschutzes Handlungsbedarf im öffentlichen Nahverkehr bestehe. Es sollte wenigsten jeder zweite Haltepunkt, etwa Poing und Heimstetten, in die Expresslinie aufgenommen werden und bereits vor 8.20 Uhr Langzüge eingesetzt werden, so die Forderung der CSU.



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