Lokreport

08.10.2014

Bahnstreik - kein Chaos

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat einen Streik mit einer Dauer von 9 Stunden durchgeführt. Viele Züge sind dadurch ausgefallen, aber ein Chaos blieb aus. Einmal hatten sich die Fahrgäste darauf eingestellt und auf Fahrten mit den Linienverkehrsmittel verzichtet, aber auch die Bahn war sehr gut vorbereitet, um den Fahrgästen zu helfen. Mehr als bedauerlich war aber eine Weichenstörung am Ostbahnhof, die kurz nach Streikende dann doch für Chaos sorgte. Hier zeigt sich, daß unmittelbarer Handlungsbedarf für die Ertüchtigung der bestehenden Infrastruktur erforderlich ist.


'Wenn durch eine rechtzeitige Ankündigung von Arbeitskampfmaßnahmen die elektronischen Informationssysteme mit den erforderlichen Daten versorgt werden könnten, wären die Auswirkungen auf die Fahrgäste weit weniger schlimm', sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. 'Wir fordern die Tarifparteien noch einmal auf, eine Lösung auf dem Verhandlungswege zu finden - unter den derzeitigen gesetzlichen Regelungen!'

Der Fahrgastverband dankt besonders allen jenen Mitarbeitern, die sich wirklich mit großem Engagement um die Fahrgäste kümmerten. Auch allen, die die organisatorischen Voraussetzungen dafür geschaffen haben. So wurde beispielsweise ein 'Hotelzug' angeboten, den Reisende nutzen konnten.

'Daß dieser erste Streik einigermaßen gut abgelaufen ist, soll allerdings keine Einladung zu weiteren Arbeitskampfmaßnahmen sein. Die Eisenbahn und ihr Personal sind ein unverzichtbarer Teil der staatlichen Daseinsvorsorge', so Nagel.

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